Interview mit Rafael Wicky
Interview mit Rafael Wicky

Interview mit Rafael Wicky

Fanhilfe-Star Raphael Wicky persönlich 

Der ehemalige HSV-Profi Raphael Wicky hat sich für uns Zeit genommen und uns ein Interview gegeben. Mittlerweile spielt Raphael in Amerika, genauer gesagt bei C.D. Chivas.

Grüezi Raphael, wie geht es dir? 

Danke, es geht mir ganz gut, obwohl ich gerade an meinem Sprunggelenk operiert wurde. Aber das gehört wohl zu unserem Beruf dazu. 

Deine Rückkehr zum FC Sion war eine Entscheidung des Herzens – aus welchem Grund bist du in die Vereinigten Staaten gewechselt? 

Ich war letzten Sommer eine Woche lang hier und konnte mir damals schon ein Bild vom Club, der Stadt und dem amerikanischen Fussball machen. Da es mir hier sehr gut gefallen hat und es in Sion nicht nach meinen Wünschen lief, habe ich mich dann zu diesem Abenteuer entschlossen. Es ist zudem eine super Lebenserfahrung für mich. Ich lerne Leute, Kultur und Sprache noch besser kennen.

Als Profi steht man immer in der Öffentlichkeit, dennoch bist du, Raphael, ein Profi mit Herz – was bedeutet es für dich, kranken und behinderten Menschen zu helfen?

Ich bin mir bewusst, dass ich bisher in meinem Leben viel Glück hatte und mein Hobby zum Beruf machen konnte. Das wünscht sich eigentlich jedes Kind, doch dieser Traum kann eben nicht von allen realisiert werden. Wenn ich dann mit einer Kleinigkeit – Autogramm, Trikot oder sonst etwas – anderen Menschen eine Freude machen oder helfen kann, ist das für mich selbstverständlich und ein schönes Gefühl. 

Was war das schönste Ereignis deiner Karriere und welches das traurigste? 

Das Schönste beim Fussball ist immer, wenn man spielt und gewinnt. Ich durfte eine Welt- und zwei Europameisterschaften spielen, zudem bisher 15 Jahre auf sehr hohem Clubniveau. Dafür bin ich dankbar. Das Traurigste sind immer Verletzungen; von diesen habe ich ja seit etwa eineinhalb jahren auch genug. Aber es gehört zu unserem Beruf. 

Raphael Wicky privat – was machst du in der Freizeit?

Ich bin ein ruhiger Typ, mag es, mit meinen Liebsten und Freunden zusammen zu sein. Tennis, Ski fahren und andere Sportarten gehören zu meinen Hobbys. 

Was sagst du zum Verlauf der EM 2008 und zum eigenen Team? 

Das beste Team hat verdient gewonnen. Es waren sehr gute Spiele auf sehr hohem Niveau. Mit ein wenig mehr Glück hätte es die Schweiz mindestens ins Viertelfinale geschafft, aber eben…

Bleibst du nach deiner aktiven Karriere auch dem Fußball verbunden? 

Das weiß ich noch nicht genau, aber ich denke schon. Ich würde mein Wissen und meine Erfahrungen gerne jungen Fussballern weitergeben. In welcher Funktion weiß ich aber noch nicht. 

Wir danken dir für das Interview und wünschen dir weiterhin alles Gute! (Das Interview führte Dieter Keil)